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Deutsche Namen in alphabetischer Reihenfolge




Basilikum - Ocimum basilicum

Basilikum ist als Gewürz, wie auch als Heilpflanze bekannt. Die
nicht winterharte Pflanze gibt es in etwa 60 verschiedenen Sorten.
Basilikum - Ocimum basilicum

Basilikum - Ocimum basilicum

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Bohnenkraut Satureja hortensis

 Krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütengewächse. Es gibt Bohnenkraut ein- und mehrjährig.

Bohnenkraut -  Satureja hortensis
Standort: sonnig, nährstoffhaltiger Boden.
Pflege:
feucht halten, Erde auflockern. Man kann den Blatttrieb fördern indem man kurz vor der Blüte die Pflanze auf etwa 10 cm kürzt. Braucht sehr viel Sonnenbestrahlung.
Erntezeit:
Juli - August. Zur Erntezeit radikal abschneiden regt zu neuem Austrieb an.
Vermehrung:
Einjähriges Bohnenkraut wird durch Samen vermehrt. Mehrjähriges Bohnenkraut durch Stecklinge, die man im Juli kurz vor der Blüte schneidet oder auch durch Teilung der Pflanze.
Gute Nachbarn:
Bohnen, Rote Bete, Salate. Neben Bohnen gepflanzt fördert es das Wachstum und das Aroma der Bohnen.
Schlechte Nachbarn: 
sind mir bisher keine bekannt.

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Dill Anethum graveolens

 Dill ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblüter. Sie kann über einen Meter hoch wachsen.

Dill

Dill
Standort: sonnig bis halbschattig, lockerer humushaltiger Boden.
Pflege:
feucht halten dabei jedoch unbedingt Staunässe vermeiden. Dill zieht Unkraut magisch an: regelmäßig jäten.
Erntezeit:
ab etwa sechs Wochen nach der Aussaat.
Vermehrung:
Dill wird jährlich neu ausgesät, ab April direkt ins Freiland. Bis Anfang September kann Dill ausgesät werden, die letzten Samen gehen meist erst im Folgejahr auf.
Gute Nachbarn:
Neben Salat oder auch Möhren gepflanzt hält Dill dort Schädlinge fern.
Schlechte Nachbarn: 
mit sich selbst unverträglich, Fruchtfolge von Petersilie auch sehr ungünstig. Jährlich Anbaubeet wechseln.

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Kapuzinerkresse Tropaeolum majus

Kletternde und kriechende ein bis zweijährige Pflanze, die sowohl als Blume als auch der Ernährung dienen.

Kapuzinerkresse - Tropaeolum majus
Als Gewürz nutzt man die Kapuzinerkresse kleingehackt in Salaten und im Quark. Sie ist recht pikant im Geschmack. Essbar sind sowohl die Blüten, als auch die Blätter

Als Heilpflanze nutzt man die Kapuzinerkresse als Gewürz. Sie ist als schleimlösend bei Erkältungen bekannt. Durch die enthaltenen Senfölglykoside, die auch im Kohl vorkommen, wird die Kresse als Vorbeugung vor Infektionen genommen.

Ganz neue Erkenntnisse besagen auch, dass die Kresse vorbeugend vor Krebserkrankungen sein soll.
Standort:  sonnig bis halbschattig, nicht zu nährstoffreicher Boden. Regelmäßig gießen.
Pflege:
Juni - Oktober. Verblühtes gleich entfernen fördert die Blühdauer. Wirkt abwehrend auf Ameisen, Blattläuse, Raupen und Schnecken. Gut als Randbepflanzung an Kirschbäumen.
Erntezeit:
 ab Blütezeit.

Vermehrung:
durch Aussaat im Mai. Die Kapuzinerkresse sät sich auch selbst aus. Als Unterpflanzung für Jungbäume sehr gut geeignet

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Lavendel
- Lavandula angustifolia

 Ein bedingt winterharter Strauch aus der Familie der Lippenblütler. Der Strauch ist sehr beliebt im Kräutergarten und auch zwischen Rosen wird er gerne gepflanzt. Er wird etwa 1/2 Meter hoch.

Lavendel - Lavandula angustifolia
Der hübsch anzusehende Lavendelstrauch ist nicht nur eine Zierpflanze im Garten, auch zur Kräutergewinnung wird er gerne genutzt. Jeder kennt wohl die Kräutersäckchen mit Lavendel, die zur Beruhigung und als Einschlafhilfe für kleine Kinder dienen. Dazu einfach die Blüten abschneiden, trocknen lassen und in Stoffbeutel einnähen. Bei Migräne hat sich so ein Säckchen schon sehr gut bewährt.

Lavendelduftsäckchen im Kleiderschrank schützen auch die Garderobe vor Motten.

Lavendelöl wird auch gerne als Badezusatz oder Hautcreme verwendet.

Einige Kräutertees beinhalten auch Lavendelblüten.

Standort:
volle Sonne. Kalkhaltiger Boden aber auch lehmhaltig mit Humus gemischt. Braucht wenig Wasser.
Pflege:
Wenig gießen, ab und zu düngen. Das Verblühte abschneiden. In sehr kaltem Winter mit Reisig abdecken. Im zeitigen Frühjahr aus dem Trieb des Vorjahres etwa 1/3 der Höhe zurückschneiden. Wird selten von Schnecken besucht, hilft ein wenig gegen Blattläuse bei Rosen.
Erntezeit:
je nach voller Blüte, Juli - September

Vermehrung:  durch Stecklinge, ca. 10 cm im Frühjahr schneiden und auch durch Absenker.

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Maggikraut - Liebstöckel

Maggikraut gehört zur Familie der Doldenblütler. Die Pflanze kann uralt werden, ist also winterhart. Alle Teile der Pflanze können verwendet werden.
Maggikraut - Liebstöckel 
Die Blätter des Maggikrauts werden in der Küche als Gewürz verwendet. Überwiegend zu Suppen und Soßen, aber auch zu Fleischgerichten, Fisch und Geflügel werden Blätter und auch Samen genutzt.

Dieses Gewürz muss man mit kochen, es verliert nicht sein Aroma. Man kann sie sowohl frisch, als auch getrocknet oder aber gefrostet verwenden. Mit der Dosierung sollte man sparsam sein, da Liebstöckel ein sehr kräftiges Aroma besitzt.

Die Wurzel und auch der Samen werden als Heilpflanze genutzt. Zur Anregung des Verdauungstraktes und auch als harntreibendes Mittel ist Liebstöckel bekannt. Zur Entwässerung wird Liebstöckel auch als Tee getrunken. Bei Hautproblemen wird Liebstöckel als Badezusatz angeboten.

In der Schwangerschaft sollte man Liebstöckel meiden.
Standort:  sonnig - halbschattig, nährstoffreiche, kalkhaltige Erde, Lehmboden.
Pflege:  gut feucht halten. Viel Kompost und organischen Dünger. Die Blüten abbrechen um die Blätter zu vermehren. Die Pflanze kann im Laufe der Jahre über zwei Meter hoch werden. Im Allgemeinen reicht eine Pflanze pro Haushalt völlig aus.
Erntezeit: 
Juni - August
Vermehrung:  Teilung der Pflanze im Herbst oder auch im Frühjahr. Jedes Teil braucht eine unbeschädigte Triebspitze. Im Winter stirbt der obere Teil der Pflanze ab und treibt im nächsten Jahr aus den Wurzeln neu aus.

Gute bzw. schlechte Nachbarn:  Liebstöckel hat wachstumshemmende Stoffe, sie sind daher nicht für die Mischkultur geeignet, sie sollte besser einzeln stehen.

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Majoran - Origanum majorana

Majoran gibt es als einjährige Pflanze und auch mehrjährig. Sie gehört, genau wie Oregano zur Gattung Dost in der Familie der Lippenblütler. Majoran zählt als frostfest, jedoch nicht ganz winterhart. Abdecken oder wenigstens an häufeln ist nötig.
Majoran - Origanum majorana

Majoran - Origanum majorana
Gewürz für Suppen und Soßen. Fette Fleischgerichte damit würzen, Grill- und Hackfleischgerichte, Gemüse, Gemüseeintöpfe mit Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Kartoffelpuffer, Bratkartoffeln, Knödel, Pizza, Tomaten- und Zwiebelgerichte. Er kann mit gekocht werden.

In der Heilkunde helfen die Wirkstoffe des Majoran sehr gut bei der Verdauung von fetten Speisen.

Kräuter Öl von Majoran ist hilfreich bei der Anwendung von rheumatischen Erkrankungen. Dazu einfach Majoran schneiden, trocknen lassen und klein schneiden. Diese geschnittenen Kräuter in einem Gefäß mit Olivenöl übergießen. Etwa drei bis vier Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und durch einen Filter gießen. Dieses Öl zur Einreibung nutzen.
Standort: sonnig, leichter humoser Boden.
Pflege:
Wenig gießen, mit Komposterde düngen.
Erntezeit:
Kurz vor oder zu Beginn der Blütezeit, die zwischen Juli und Ende August liegt. Vormittags ernten. Man schneidet die Pflanzen nicht zu dicht über dem Boden ab, dann treiben sie später erneut aus. Ende August erhält man somit eine zweite Ernte. Die geschnittenen Stängel bündeln und zum Trocknen aufhängen. Sobald die Blätter getrocknet sind, reibt (rebeln) man sie von den Stängeln ab. Zur Lagerung in verschlossenen Gefäßen aufbewahren.
Vermehrung:
durch Teilung der Pflanze
Gute Nachbarn: 
Möhren, Salbei, Rosen.
Schlechte Nachbarn:
Basilikum, Kohl, Melisse, Pfefferminze, Thymian, Tomaten. Da er auch mit sich selbst unverträglich ist, sollte er im Folgejahr einen anderen Standort bekommen oder man tauscht ca. 1 Meter tief die Erde aus.

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Oregano - Origanum vulgare

Oregano, auch wilder Majoran genannt, wird oft mit dem echten Majoran verwechselt. Oregano ist winterhart.
Oregano - Origanum vulgare

Als Gewürz ist Oregano in der italienischen, spanischen und griechischen Küche durch nichts zu ersetzen.  Nudelgerichte, Fleischmahlzeiten, Salat, Pizza, Soßen. Eingelegte Gemüse wie Auberginen, Paprika und Zucchini werden mit Oregano gewürzt.

In der Heilkunde wird Oregano bei Erkrankungen der Verdauungsorgane eingesetzt. Er wirkt auch Appetitanregend.

Kräuter Öl aus Oregano ist vor allem als Keimtötend für Wunden bekannt.
 
Standort: sonniger geschützter Standort, möglichst in lockerem Boden.
Pflege: 
Düngen mit Komposterde. Regelmäßig gießen, Staunässe unbedingt vermeiden. Oregano fault sonst. Im Spätsommer zurückschneiden. In den Frostzeiten sollte er abgedeckt werden.
Erntezeit:
Mitte August bis Mitte September. Anders als andere Kräuter wird Oregano in der Mittagssonne geerntet, zu der Zeit entwickelt er das stärkste Aroma
Vermehrung:
Durch Aussaat. Wird er nicht rechtzeitig nach der Blüte zurück geschnitten, vermehrt er sich von selbst.
Gute Nachbarn:
Möhren, Porree, Schnittlauch, Tomate. Zwiebel.
Schlechte Nachbarn:
mit sich selbst unverträglich, daher im Folgejahr einen anderen Standort wählen.

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Petersilie - Petroselinum crispum

Die Petersilie ist das bekannteste Gewürzkraut in der deutschen Küche. Sie ist eine zweijährige Pflanze, bei der sowohl das Kraut als auch die Wurzel als Gewürz genutzt werden. Es gibt glatte und krause Petersilie. Man sollte Petersilie jedoch jedes Jahr neu pflanzen, da es im zweiten Jahr zu viel blüht und als Gewürz fast nutzlos ist. Vorsicht:  Petersilie ist optisch leicht verwechselbar mit dem Gartenschierling und der Hundspetersilie, die beide sehr giftig sind. Unterschiede bestehen in der Blütenfarbe und dem Geruch zerriebener Blätter.
 
Petersilie - Petroselinum crispum


Als Gewürz eignet sich Petersilie zu fast jedem Essen. Fein gehackt am Ende drüberstreuen. Petersilie nicht mit kochen, es verliert sein Aroma.

 Petersilie enthält Vitamine A und C und diverse Spurenelemente. Petersilie enthält mehr Eisen als Spinat.

Reste von Petersilie nicht trocknen sondern lieber einfrieren.

Die Wurzeln von Petersilie sind roh ungenießbar.

Als Heilpflanze werden die ätherischen Öle der Petersilie genutzt bei Erkrankungen der Harnwege und Blase.

Der Saft der frisch zerdrückten Petersilie wird als Mückenschutz und gegen Kopfläuse eingesetzt.

Standort:
halbschattig, hell. humushaltiger, feuchter Boden.
Pflege:
Mäßig gießen, Staunässe vermeiden. Alle zwei bis drei Wochen mit mineralischem Flüssigdünger düngen.
Erntezeit:
Petersilie kann man von April bis Oktober ernten. Die Blätter nur abzupfen. Die Wurzel wird als Beilage zum Suppengrün benutzt. Gelbe Stiele abschneiden.
Vermehrung:
durch Samen. Aussaat Ende März ins Freiland. Mitte August säen für die frühe Ernte ab März.
Gute Nachbarn:
Buschbohnen, Gurken, Knoblauch, Porree, Radieschen, Ringelblumen, Schnittlauch, Tagetes, Tomaten und Zwiebeln.
Schlechte Nachbarn: 
andere Doldenblütler. Deshalb diese erst im vierten Jahr wieder auf das gleiche Beet pflanzen. Neben Salatarten sollte man Petersilie nicht pflanzen.

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Pfefferminze
- Mentha piperita
 Pfefferminze ist eine ausdauernde, aromatische Krautpflanze mit kriechenden Wurzeln. Sie ist völlig winterhart
Pfefferminze - Mentha piperita

Als Heilpflanze wird die Pfefferminze besonders als Teeaufguss bei Koliken und grippalen Infekten benutzt.

Wegen ihrer Bitter- und Gerbstoffe hilft die Pfefferminze bei den meisten Magen- und Darmbeschwerden sehr schnell. Auch die Galleproduktion in der Leber wird angeregt

In der Heilkunde kann man Teeaufgüsse der Minze auch gut für Bäder, Umschläge, Waschungen und Kompressen verwenden.

Auf der Haut löst Minze Öl ein Kältegefühl aus und senkt damit das Schmerzempfinden. Zudem hat es desinfizierende Eigenschaften.

Pfefferminze wird auch häufig zur Aromatisierung von Schokolade und Bonbons benutzt.

Zur Zahnpasta Herstellung wird Minze genau so genutzt, wie zur Herstellung von Mundspülungen.

Standort: 
sonnig bis halbschattig, Kalkreicher Boden. Warme Plätze, am besten unter Bäumen.
Pflege: 
gut gießen, mit Kompost düngen. Vor dem Frost an häufeln und mit Reisig abdecken.
Erntezeit:
vor der Blütezeit im Juli/August, zweite Ernte im Herbst.
Vermehrung:
Die Pfefferminze vermehrt sich von selbst durch Wurzelausläufer. Es ist daher zu empfehlen die Minze in einen Container zu pflanzen und diesen dann ins Beet buddeln. Das Plastik dient als Sperre der Wurzelausläufer. Vermehren kann man auch durch Teilung der Pflanze. Nicht öfter als drei Jahre hintereinander an gleicher Stelle pflanzen.
Gute Nachbarn:
Kartoffeln, Salat, Kohl oder Tomaten. Gut auch auf Baumscheiben und unter Beerensträucher.
Schlechte Nachbarn:
Kamille, Petersilie.
 
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Rosmarin - Rosmarinus officinalis
Rosmarin ist in der mediterranen Küche als Gewürz sehr belebt und auch aus der Heilkunde nicht mehr weg zu denken. Rosmarin hat einen sehr intensiven, Eukalyptus ähnlichen Geruch.
Rosmarin ist bedingt winterhart.
 
Rosmarin - Rosmarinus officinalis



Rosmarin als Gewürz muss, am besten ein ganzer Zweig, kurze Zeit mit kochen. Sparsam verwenden.

Käse mit Rosmarin ist bekömmlicher und schmeckt besser. Gewürz für Brühen, Grillgerichte, Kartoffelaufläufe, Eintöpfe, Geflügel, Gemüse, Kaninchen, Kartoffeln, Lamm, Spaghetti Soßen, Suppen, Tomatengerichte, Pilzgerichte, Fischgerichte, Marinaden, gekochte Eier, Schalentiere.

Auch als Rosmarin-Essig oder -Öl in Gebrauch.

In der Heilkunde hat Rosmarin sehr vielfältige Wirkungen. Die Rosmarinöle werden gegen Migräne und Kopfschmerzen erfolgreich zur Einreibung genutzt.

Rosmarinöl als Badezusatz oder Einreibung wirkt sehr belebend und ist auch wirksam gegen Gelenkschmerzen.
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Standort:
sonnig und vor Wind und zu viel Regen geschützt, möglichst nach Süden gerichtet. Lockerer und wasserdurchlässiger Boden. Sand und Kies zum Auflockern des Bodens nutzen,
Pflege:
regelmäßig zurückschneiden um ein verholzen zu verhindern. Wenig mit Kompost düngen, im Herbst gar nicht. Im Winter hat sich eine locker drüber gespannte Abdeckhaube sehr gut bewährt.
Erntezeit:
Die Blätter und Triebspitzen kann man das ganze Jahr über ernten.
Vermehrung:
durch Stecklinge, die man in den Sommermonaten schneidet. Man Kann die Pflanze auch im Herbst teilen.
Gute Nachbarn:
Möhren, Rosen, Salbei, Schnittlauch, Thymian.
Schlechte Nachbarn: 
sind mir keine bekannt.

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Salbei
- Salvia nemorosa und Salvia officinalis - Labiatae
Salbei ist eine traditionelle Pflanze der Bauerngärten. Es gibt mehrere 100 verschiedene Arten dieser bekannten Gewürz und Heilpflanze.
Salbei - Salvia nemorosa und Salvia officinalis - Labiatae

Salbei - Salvia nemorosa und Salvia officinalis - Labiatae


Als Gewürz verwendet man Salbei zum würzen von Fleischgerichten und Fischgerichten. Sparsam anwenden. Man sollte ihn möglichst allein verwenden, da er andere Gewürze unterdrückt. Speisen mit Salbei sind länger haltbar.

Salbei als Heilkraut:  Die ätherischen Öle u.a. Kampfer, Chineol, des Salbeis hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen.

Salbei nutzt man zur Zubereitung von Tees, die man bei Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen trinkt. Zur Desinfizierung des Hals und Rachenraumes ist Salbei ebenfalls sehr gut. Man nimmt dazu etwa zwei Teelöffel voll Salbeiblätter und Blüten, getrocknet oder frisch gepflückt, und übergießt sie mit einer Tasse kochendem Wasser. Nach 10 Minuten durchsieben und der Tee ist fertig.

Für stillende Mütter nicht zu empfehlen, Salbei verhindert den Milchfluss.
Äußerlich in Massageölen oder Cremes angewandt wirkt Salbei wundheilend.
 

Standort: sonnig und geschützt auf kalkhaltigen Böden.
Pflege:
einmal im Frühjahr mit Kompost düngen. Vor Frost schützen ggf. mit Reisig abdecken. Nach Ende August nicht mehr schneiden.

Erntezeit: 
kurz vor der Blüte (Juli/August)und im Herbst. Am Nachmittag an einem sonnigen Tag ernten.
Vermehrung:
durch Stecklinge, etwa im April pflanzen. Samenvermehrung ins Freiland erst nach den Eisheiligen. Man kann die Pflanze auch Ende September teilen.
Gute Nachbarn:
 Bohnen, Erbsen, Fenchel, Kresse, Möhren und Salat.
Schlechte Nachbarn:
Unverträglichkeiten mit anderen Pflanzen gibt es bei Salbei nicht.

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Schnittlauch - Allium schoenoprasum
 
Schnittlauch ist eine mehrjährige,
winterharte Pflanze, die sowohl als Gewürz als auch als Heilpflanze gilt. Schnittlauch zählt zu einem der beliebtesten Gartenkräuter. Zur Familie des Lauchs gehören auch Bärlauch, Knoblauch und Zwiebeln.
Schnittlauch - Allium schoenoprasum
Schnittlauch ist reich an Vitamin C, ca. 60-70 mg auf 100g sowie größere Mengen an Vitamin A Vitamine des B-Komplexes, Vitamin D und Vitamin E. 100 g Schnittlauch enthält weiter 129 mg Calcium, 13 mg Eisen, 434 mg Kalium, 44 mg Magnesium, 3 mg Natrium, 75 mg Phosphor und Schwefel 80mg. Er wirkt sehr appetitanregend. Es sind viele Spurenelemente wie Eisen, Fluor, Kupfer, Mangan und Zink enthalten.

Schnittlauch ist sehr vielseitig. Man nutzt ihn fein geschnitten zu Quark, Tomaten und Rührei. Man kann ihn an verschiedene Salat-Dressings geben, Gemüsegerichte damit verfeinern aber auch in Eintopf und Soßen geben.

Schnittlauch ist sehr gut lagerfähig durch gefrieren.
Standort:  sonnig bis halbschattig, feuchter Lehmboden. Er mag zwar viel Wasser, jedoch keine Staunässe. Bei zu starkem Lehmboden diesen besser mit Sand mischen.
Pflege:
Zwischendurch düngen. Wird die Pflanze gelb, einfach kurz über der Erde abschneiden, sie treibt dann neu. Regelmäßig gießen und Blütenstängel entfernen.
Ernte:
Ab April das ganze Jahr hindurch.
Vermehrung: 
durch Samen oder auch durch Teilung der Pflanze im späten Frühjahr oder im späten Herbst. Nicht öfter als alle drei bis vier Jahre teilen.
Um im Winter frischen Schnittlauch zu bekommen, wird er im Spätherbst ausgegraben und liegengelassen, wo er austrocknet. Nach einem kurzen Frost kann der Schnittlauch in eine Schale gepflanzt werden. Er treibt dann auf der Fensterbank auch mitten im Winter.

Gute Nachbarn:
Dill, Erdbeeren, Kohlrabi, Möhren, Petersilie, Sellerie, Spinat und Tomaten.

Schlechte Nachbarn:  Bohnen, Erbsen, Kohl, Rote Beete. 

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Thymian - Thymus vulgaris
 Thymian ist eine mehrjährige Gewürz-, Tee- und Heilpflanze. Es gibt über 20 verschiedene Thymian Arten. Der Duft der Blüten verströmt einen angenehmen Geruch.

Thymian-Thymus citriodorus

Silberthymian Thymus serpyllum -

Als Gewürz wird Thymian für alle Gerichte der mediterranen Küche gerne benutzt. Thymian unterstützt die Verdauung fetter Speisen.

Das ätherische Thymian Öl kann man nicht pauschalieren, es ist von Art zu Art der Pflanze ganz unterschiedlich. Teilweise kommt es auch noch auf die Lage der Pflanze an. Sie produziert an verschiedenen Standorten völlig unterschiedliche Inhaltsstoffe. Einige sind für Kinder ungeeignet und verursachen starke Hautreizungen. Deshalb sollte man die Aroma Therapie wirklich nur den Fachleuten überlassen.

Für alle Thymian pflanzen gilt jedoch:  als Kräutertee mit Honig gesüßt ist er bei Katarrhen der Luftwege und bei Husten recht wirkungsvoll und lindernd. 1/4 l kochendes Wasser auf einen Teelöffel voll Thymian kraut. 5 Minuten ziehen lassen und dann Schluckweise trinken.

Bei Verletzungen der Gelenke und des Bewegungsapparates helfen Einreibungen mit Thymian Tinktur. Der Zitronen-Thymian, Thymus citriodorus, siehe Bild 2 hat einen Zitronenduft. Er wird in der Aroma Therapie zur Behandlung von Erkrankungen  der Atemwege genutzt.

In der Küche nutzt man ihn zur Soßenzubereitung und auch zum würzen von Fleischgerichten. Der Silberthymian Thymus serpyllum Bild 3, wird wiederum mehr für Kartoffelgerichte und Wildspezialitäten genutzt.

Thymian

Standort:  volle Sonne bis halbschattig. Trockener, durchlässiger, kalkhaltiger Boden.
Pflege:
 wenig gießen, Staunässe unbedingt vermeiden. Die Triebe im Frühjahr bis aufs Holz herunter schneiden. Wenig düngen, Kompost ist am besten dafür geeignet. Erntezeit:
April bis Oktober. Die gesammelten Zweige, die man nicht sofort verwenden kann, binden und zum Trocknen aufhängen. Dann erst die Blätter von den Zweigen abreiben (rebeln).
Vermehrung: 
Thymian sät sich selbst aus. Die Pflanze kann auch im Herbst geteilt werden.
Gute Nachbarn:
Kohl, Schnittlauch.
Schlechte Nachbarn:
Die Pflanze ist mit sich selbst unverträglich.

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Zitronenmelisse - Melissa officinalis

Zitronenmelisse ist eine krautige,
winterharte Gewürz- und Arzneipflanze. Sie kann bis zu 30 Jahre alt werden. Die Pflanze verströmt einen sehr intensiven Geruch nach Zitrone.
Zitronenmelisse - Melissa officinalis
Die frischen Blätter werden in Salaten, Geflügel und Fischgerichten verwendet. Auch passend bei allen Speisen, die mit Zitronensaft bereitet werden.

Zum Einkochen von Marmeladen passen Melissen Blätter hervorragend. Verbessert das Aroma von Süßspeisen. Wird auch sehr gerne zur Aromatisierung der Bowle genommen. Melissen Blätter (oder frische Triebe) sollten am besten vor der Blüte geerntet werden.

 
Standort: Sonne, windgeschützt. Durchlässiger, humusreicher Boden
Pflege:
Regelmäßig gießen, wenig düngen mit Komposterde. Im Juni und September zurückschneiden.
Ernte:
Die Zitronenmelisse blüht zwischen Juni und August. Die Ernte der Blätter sollte vor der Blüte liegen.
Vermehrung:
durch Teilung der Pflanze im späten Herbst. Man kann sie auch durch Stecklinge vermehren.
Schlechte Nachbarn:
Goldnessel, Kümmel, Fenchel, Kamille, Pfefferminze.


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